Der Copland Track – doch etwas anstrengender als gedacht

Der Copland Track – doch etwas anstrengender als gedacht

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Tja, der Copland Track hatte es doch ein wenig mehr in sich als angenommen. ­čśÇ

├ťbernachtet hatten wir auf einem DOC Campingplatz direkt am Lake Paringa. ein wundersch├Âner Campingplatz, allerdings reduziert auf das Notwendigste. Das Trinkwasser holt man sich direkt vom Paringa River. Einziges Manko: Unglaublich viele Sandflies. Viele Camper hatten bereits ihre Campingtische und Sessel drau├čen stehen, haben aber sofort wieder alles eingepackt. Jeder der konnte ist einfach im Auto geblieben. Auf dem Baum neben unserem Camper haben sich in der Nacht ein Kea Papageienp├Ąrchen niedergelassen und die ganze Nacht durchgeschrien (ich dachte zuerst, dass da grade irgendein Kleintier stirbt…). Waren aber am morgen dann sehr lustig zu beobachten, da hatten sich dann schon drei auf dem Baum versammelt

 

Copland Track to Welcome Flat Hut

Der Copland Track ist eine Wanderung mitten durch den Regenwald im Tai Poutini Nationalpark. Das beliebteste Ziel ist die 17 km und sieben Stunden entfernte Welcome Flat Hut, hier muss man vorher einen der 31 H├╝ttenpl├Ątze reservieren ÔÇô wir haben das direkt im DOC B├╝ro in Christchurch gemacht, geht aber angeblich auch ├╝bers Internet. Die Buchungsbest├Ątigung muss unbedingt in ausgedruckter Form mitgenommen werden.

Das Terrain ist steinig, h├Ąufig quert man Flussbette und teilweise auch Erdrutschgebiete. Im Anfangsteil geht es eigentlich relativ gem├╝tlich gerade aus durch Wald und Wiesen und entlang des Copland River – einem eisblauen Gletscherfluss. Nach etwa vier Stunden erreicht man die Architects Creek Hut, eine H├╝tte mit nur zwei Schlafpl├Ątzen, die man auch nicht reservieren kann ÔÇô first come, first serve.
Ab hier wird es dann die letzten drei Stunden steiler und steiniger. Das Beste an der Strecke sind die H├Ąngebr├╝cken ├╝ber die Fl├╝sse und am Ende des Weges bei der Welcome Flat Hut warten hei├če nat├╝rliche Quellen

Man sollte bevor man den Copland Track geht die aktuellen Konditionen hier checken. Oft ist der Weg kurzfristig gesperrt, dann h├Ąngt beim Carpark eine Notiz.
Bei starkem Regen kann man den kleinen Bach zum Eingang nicht ├╝berqueren und ein Umweg ├╝ber eine Stunde ├╝ber eine Flood Bridge muss unternommen werden.

Zur Welcome Flat Hut muss man eigene Verpflegung mitbringen, ein Campingkocher und Schlafs├Ącke werden auf alle F├Ąlle empfohlen. Mittlerweile gibt es schon Trinkwasser auf der H├╝tte (was wir allerdings noch nicht wussten).

 

Unsere Copland Track Erfahrung

Bereits am Morgen beim Lake Paringa hat es ziemlich stark geregnet, aber wir hatten die Hoffnung, dass es beim Copland Track vielleicht weniger oder gar nicht regnet, da er ja doch etwa eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt war. Tja, falsch gelegen, auch dort hat es genauso stark geregnet ÔÇô wir wollten aber trotzdem nicht auf den Track verzichten, haben schnell unsere Sachen gepackt und uns auf den Weg gemacht. Trotz des Regens haben uns auf dem Parkplatz gleich unz├Ąhlige Sandflies begr├╝├čt, was uns schnell auf den Weg Richtung Wald gebracht hat. Auf die Flood Bridge konnten wir gottseidank verzichten, der kleine Bach war mit etwas Geschick gut zu ├╝berqueren. Der Aufstieg war am Anfang auch vom Terrain her recht unkompliziert, es war sch├Ân mitten durch den dichten Regenwald zu spazieren. Schnell waren wir allerdings komplett durchn├Ąsst. Die wasserdichten Regenjacken und die Wanderschuhe h├Ątten zwar den Regen ganz gut abgehalten, trotzdem ist alles von oben reingeronnen und die nasse Hose hat die Socken und letztendlich die Schuhe von innen komplett durchn├Ąsst. Das ├╝ber Steine klettern war anfangs noch recht lustig, die Umgebung muss bei Sonnenschein ein Wahnsinn sein – bei uns war alles allerdings recht nebelverhangen. Nach etwa vier Stunden wurde es dann schon etwas m├╝hsam, vA weil wir ja auch recht schwere Rucks├Ącke hatten mit dem ganzen Wasser f├╝r zwei Tage und dem Abendessen. Wir haben uns den Campingkocher gespart (zumal wir gar keinen hatten) und haben uns morgens noch Reis gekocht und eine asiatische So├če eingepackt, warmes Essen muss ja nicht jeden Tag sein. Da wir erst um zwanzig nach 11 losgestartet sind, hat es eine gef├╝hlte Ewigkeit gedauert, bis wir endlich oben waren. Umso gr├Â├čer war die Freude, nur um dann von der bitteren Realit├Ąt wieder eingeholt zu werden: Ronnies Rucksack mit all unseren Klamotten war leider nicht wasserdicht, genauso wenig wie mein Schlafsackbeutel, den ich seitlich am Rucksack angebunden hatte, weil er aus Platzgr├╝nden nicht mehr rein ging. ALLE unsere Sachen waren somit komplett nass, nur das Essen war trocken, das war ja in meinem Rucksack. Meinen Schlafsack konnte ich leider auch vergessen, eine ganz liebe Backpackerin hat mir dann f├╝r die Nacht ihre Decke geliehen!

 

Am n├Ąchsten Morgen bin ich noch in die Hot Pools schwimmen gegangen um mich nochmal f├╝r die Wanderung etwas aufzuw├Ąrmen. Trotz des leichten Nieselregens waren die Quellen total warm und angenehm, auch die Sandflies sind schon aufgestanden.
Beim Runtergehen hat es dann komplett aufgeh├Ârt zu regnen und die Motivation war auch wieder zur├╝ck. Die Swingbridges haben auch so richtig Spa├č gemacht und man hat auch mehr von der Umgebung gesehen. Unten beim Copland River ist dann noch richtig die Sonne rausgekommen und die Erleichterung wieder beim Carpark zu sein war riesengro├č (Die Sandflies haben sich genauso gefreut!).

 

Was man mitbringen sollte:

  • Kleidung zum Wechseln (auch zweite Wandersocken)
  • Regenschutz (auch f├╝r Rucks├Ącke, etc.)
  • Socken f├╝r die H├╝tte, oder besser Flip Flops oder andere Schlapfen, damit man nicht die Wanderschuhe zu den hei├čen Quellen anziehen muss.
  • Taschenlampe zum Navigieren in der H├╝tte abends (es gibt keine elektrischen Lichter)
  • Einen Campingkocher + Lebensmittel und Geschirr wie gew├╝nscht, Sp├╝lmittel und Geschirrtuch sind selbst mitzubringen.
  • Sonnencreme und Insektenschutz (die Sandflies beim Parkplatz sind besonders b├Âse!)
  • Ausreichend Trinkwasser ÔÇô mittlerweile ist eine Trinkwasserleitung bei der H├╝tte, empfohlen wird es dennoch das Wasser abzukochen.
  • Schlafs├Ącke, nachts ist es recht k├╝hl (Isomatten sind nicht notwendig, es gibt gen├╝gend Matratzen).

 

 

Welche Erfahrungen habt ihr am Copland Track gemacht?

 

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Wir sind Christina und Ronnie und reisen gemeinsam durch die Weltgeschichte.┬áIch (Christina) schreibe die Texte und verwalte die Website. Ronnie plant die Strecken, ist unser Actioncam-Hero und optische Dekoration ­čśë

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