Whitsunday Islands Tour – Zyklon Debbie, die Verwüstung und trotzdem ein schöner Tag

Whitsunday Islands Tour – Zyklon Debbie, die Verwüstung und trotzdem ein schöner Tag

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Die Whitsunday Islands ziehen jedes Jahr eine gewaltige Anzahl an Touristen an. Die wunderschönen Inseln, Schnorchelparadiese, die luxuriösen Ressorts und natürlich der berühmte Whitehaven Beach mit seinen magischen Formationen finden auch die Australier ganz toll. Auch ich hatte mich sofort in die Whitsundays verliebt und unsere Whitsunday Islands Tour war einer der ersten Ausflüge die ich gebucht hatte. 

Zyklon Debbies Vermächtnis

Bereits am Vorabend sind wir nach Airlie Beach mit dem Auto gefahren und haben schon auf dem Weg dorthin die massive Zerstörung von Zyklon Debbie gesehen. Ganze Verkehrs- und Ortsschilder waren auf Bodenhöhe umgeknickt, bei unserem Campingplatz waren viele Zäune zerstört und viel Gestrüpp zusammengerecht. In Airlie Beach war aber kaum Verwüstung festzustellen, auch die umliegenden Hotels um den Hafen sahen vom Sturm verschont aus.

Nicht so die Vegetation rundherum. Auf den Hügeln und Wäldern um Airlie Bach waren sämtliche Bäume kahl, der Zyklon hatte alle Blätter heruntergerissen, Palmen ließen ihre Wedel traurig hängen. Nichts desto trotz hatten wir einen netten Nachmittag in Airlie Beach, haben uns nochmal alles angesehen und sind zu einem kleinen Strand wo ich in der Brandung die Füße ins Wasser gehalten habe. Ein bisschen hatte ich mich schon gewundert, warum niemand sonst hier ins Wasser geht und habe es auf den nahen Hafen geschoben (direkt neben dem Strand war übrigens ein Segelboot aufgelaufen – auch ein trauriger Sturmschaden von Debbie).

Fünf Minuten später kam auch die Erleuchtung, warum hier niemand ins Wasser geht: ACHTUNG QUALLEN Schilder (und Achtung Krokodile). Wie du dich während der Quallensaison am besten Schützen kannst oder was du tun musst, wenn dich eines der kleinen Biester erwischt kannst du hier nachlesen.

Direkt beim Port Airlie kann man sein Auto parken und von dort starten eigentlich alle Touren Richtung Whitsunday Islands.

Wir hatten uns für diese Tour entschieden, bei der man erst zum berühmten Whitehaven Beach fuhren und anschließend nach Hamilton Island kamen, wo wir noch ein Mittagessen im Manta Ray Café genossen, noch ein wenig am Strand chillten und dann mit dem Boot wieder retour fuhren. Warum diese Tour nicht die beste Entscheidung war könnt ihr hier nachlesen.

Unsere Whitsunday Islands Tour

Nachdem ich gelesen hatte, dass der Whitehaven Beach am Vormittag schöner sein soll, hatten wir uns für die Tour entschieden, die erst den Strand anfuhr und erst anschließend nach Hamilton Island starten würde. Die Whitsundays waren einer der Orte, auf die ich mich am Allermeisten gefreut hatte.

Das Boot fuhr bereits um 7:00 AM los und wir waren etwa anderthalb Stunden unterwegs, bis wir den Whitehaven Beach erreichten.
Unterwegs verteilten die Crewmitglieder noch Stinger Suits an alle, da ja immer noch Quallensaison war und man konnte sich für extra Schnorchelausflüge anmelden. Wir entschieden uns aber dagegen, weil wir einfach selbst ein wenig schnorcheln wollten. Angekommen beim Beach wurden wir auf kleinere Boote verteilt und dann zum Strand gebracht.

Whitehaven Beach

Und ich muss zugeben: Der Whitehaven Beach ist einer der schönsten Strände, auf denen ich je war! So einen weißen, feinen Strand und türkises Meerwasser – einfach unglaublich! Außer unserer Bootgruppe war auch niemand am Strand, wirklich schön! Die Zerstörung sah man der Insel aber dennoch an! Sämtliche Palmen waren abgeknickt oder die Bäume hatten überhaupt keine Blätter mehr und waren bloße Gerippe. Hatte zwar auch einen eigenen Charme aber ich glaube mit den tropischen Palmen die normalerweise die Insel zieren muss es dort das Paradies auf Erden sein.

Die Insel selbst ist geschützt und man sollte sich nur auf offiziellen Pfaden bewegen. Ich hatte im Internet gelesen, dass es vom Strand einen Pfad von etwa 30 Minuten gibt, wo man zu einem Aussichtspunkt kommt, von dem aus man die tollen Schlingen, die meiner Meinung nach die Whitsundays ausmachen, beobachten kann. Tja, Pustekuchen. Ich fand keinen Pfad, kein Schild, einfach gar nichts.
Etwas perplex haben wir dann unsere Schnorchelsachen gepackt, uns die Stinger Suits angezogen (sehr sexy kann ich nur sagen) und haben uns in die Fluten gestürzt 😀

Das Wasser war herrlich, aber auch extrem trüb, auch hier war das Meer noch total durchgewirbelt vom Zyklon. Normalerweise soll das Meer hier auch ganz klar sein. Beim Schnorcheln entlang der Klippe haben wir kaum Fische gesehen, mein Kameragehäuse von der Actioncam hat auch Probleme gemacht, immer wieder trat Wasser ein. Nach etwa einer halben Stunde sind wir zurück zum Strand und haben noch die Zeit im Sand genossen, bevor uns das Boot wieder abholte.
Etwas traurig war ich aber trotzdem, weil wir diese berühmten ‘Wirbel’ einfach nicht gefunden hatten. Mehr dazu hier.

Hamilton Island

Warum Hamilton Island ein solcher Publikumsmagnet ist, hat sich mir nicht ehrlich gesagt nicht ganz erschlossen. Es ist eine süße Touristeninsel, mit vielen Hotels und man kommt nur mit Golfcars oder dem kleinen Bus von A nach B (einmal über den Hügel und zurück). Entlang der Promenade gibt es einige Restaurants, Boutiquen etc. auf den Hügeln und er gegenüberliegenden die Hotelbauten. Im Manta Ray Café hatten wir noch von unsrer Tour ein Mittagessen gebucht und waren überrascht, wie lecker und wie groß die Portionen waren. Auch ein süßer Kakadu hat uns während unseres Essens besucht. Die Kreisen übrigens die Touristen ganz gezielt ein, wenn die merken, dass jemand was zu essen hat. Entweder die Touris flüchten dann, oder füttern die Kakadus. 

Wir sind dann zu Fuß auf die andere Seite hinüber spaziert (10 Minuten zu Fuß – wir waren schneller als der Bus, der noch auf alle anderen Touris gewartet hat) und sind durch das Hotel zum Strand, der für jeden zugänglich ist. Wir haben uns dann noch etwa eine Stunde auf die Liegen gehauen und einfach die Sonne unsrer Haut genossen, uns ein Eis gegönnt und sind dann glücklich und müde zurück gefahren.

Alles in Allem war es ein wirklich schöner Tag auf den Whitsunday Islands, auch wenn nicht alles so geklappt hat, wie gedacht. Und auch Zyklon Debbie hat hier wüsten Schaden angerichtet, von dem sich die Natur nur langsam erholen wird.

Wie waren deine Erfahrungen auf den Whitsunday Islands?
Welche Tour hast du gemacht?

One thought on “Whitsunday Islands Tour – Zyklon Debbie, die Verwüstung und trotzdem ein schöner Tag

  1. […] Auch keine Schilder, die in irgendeine Richtung gewiesen hätten. Da der Strand insgesamt 7 km lang ist, hätte ein Fußmarsch auf die andere Seite einfach zu lange gedauert. Soviel Zeit hatten wir dann leider vor Ort nicht und da wir ja auch nicht mal wussten, in welche Richtung wir denn überhaupt mussten, haben wir uns damit zufrieden gegeben was wir eben hatten. Es war ja trotzdem eine tolle Zeit, wie ihr hier nachlesen könnt.  […]

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Wir sind Christina und Ronnie und reisen gemeinsam durch die Weltgeschichte. Ich (Christina) schreibe die Texte und verwalte die Website. Ronnie plant die Strecken, ist unser Actioncam-Hero und optische Dekoration 😉

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